Page 4 - Gemeindebrief
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         Ostern – Der Frühling Gottes       Doch  dann  geschieht  etwas  Uner-
                                            wartetes: Das Grab ist leer.
       „Der  Herr  ist  auferstanden,  er  ist
       wahrhaftig auferstanden!“            Der  Stein  ist  weggerollt,  und  die
                                            Botschaft lautet:

       Liebe Gemeinde,                      Jesus lebt.

       mit  diesem  alten  Ostergruß  begrü-
       ßen  sich  Christinnen  und  Christen
       seit  Jahrhunderten.  In  ihm  steckt
       eine  große  Freude:  Der  Tod  hat
       nicht das letzte Wort behalten. Gott
       hat neues Leben geschaffen.

       Wenn  wir  Ostern  feiern,  fällt  uns
       auf,  wie  gut  dieses  Fest  in  den
       Frühling  passt.  Nach  den  langen
       dunklen  Wintermonaten  wird  es
       wieder  heller.  Die  Sonne  gewinnt                               Pfeffer
       Kraft. Überall beginnt die Natur neu
       zu  leben.  Die  ersten  Blumen  bre- Der, der am Kreuz gestorben ist, ist
       chen durch die Erde, Bäume treiben  von  Gott  zum  Leben  auferweckt
       Knospen  und  die  Luft  riecht  nach  worden.  Der  Tod  hat  seine  Macht
       Aufbruch.                            verloren.  Gott  hat  eine  neue  Wirk-
                                            lichkeit eröffnet.
       Der Frühling ist wie eine leise Pre-
       digt  Gottes.  Er  erinnert  uns  daran:  Darum  ist  Ostern  nicht  nur  Erinne-
       Das  Leben  lässt  sich  nicht  aufhal- rung  an  ein  vergangenes  Ereignis.
       ten.                                 Ostern ist ein Versprechen für heu-
                                            te. Der auferstandene Herr – Jesus
       Auch die Ostergeschichte beginnt in  Christ – kommt auch in unser Leben
       einer  solchen  Morgendämmerung.  mit seiner Kraft des neuen Anfangs.
       Frauen gehen zum Grab von Jesus.
       Sie  sind  traurig  und  voller  Fragen.  Vielleicht  kennen  wir  alle  solche
       Alles  scheint  zu  Ende  zu  sein.  Der  „Winterzeiten“  im  Leben:  Tage,  an
       Karfreitag liegt noch schwer auf ih- denen  Hoffnung  klein  wird.  Zeiten,
       ren  Herzen.  Sie  erwarten  einen  in  denen  Sorgen  schwer  auf  uns
       Stein, ein Grab, Stille.             liegen. Momente, in denen wir mei-
                                            nen, etwas sei endgültig verloren.
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