Page 19 - Gemeindebrief
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Berichte aus der Gemeinde 19
schen, die sonst ignoriert werden. ner verheiratet und lebt mit seiner
Auf der Hinfahrt nach Bethel hatte Frau in einer Wohnung im Stadtge-
die Gruppe bereits über den Begriff biet von Bielefeld. Sein Tagesab-
Diakonie nachgedacht. Das griechi- lauf folgt immer gleichen Mustern
sche Wort stand für Sklavenarbeit und Regeln. So stellt er auch mit
und wurde zur Bezeichnung für die viel Liebe zum Detail seine Grill-
„dienende Kirche“, die respektvoll zangen her, die nur dann seinen
und barmherzig gegenüber allen Qualitätsansprüchen entsprechen,
Menschen ist. So ist auch Bethel, wenn er jeden Arbeitsschritt akri-
das von der Evangelischen Kirche bisch durchgeführt hatte. In jeder
getragen wird, offen für alle Men- Zange stecken zwei bis drei Tage
schen, unabhängig von ihrer Religi- Arbeit und der gesamte Stolz und
onszugehörigkeit. die Aufmerksamkeit des Tischlers,
der Privat
ein be-
geisterter
Fan von
Arminia
Bielefeld
ist.
Horst-
Dieter
Mellies
fasste es
zusam-
men: Kir-
che geht
nicht oh-
ne Diako-
nie. Kir-
che ist
Zum Abschluss ihres Besuchs führ- immer auch dienende Kirche. Was
ten die Konfirmanden ein Gespräch ursprünglich eingerichtet wurde, um
mit „Rainer“ der als Tischler in einer Streit aus der Welt zu schaffen, ist
Werkstatt in Bethel in Handarbeit tätige Nächstenliebe. Diakonie ge-
Grillzangen herstellt. Trotz seiner hört untrennbar zum Christentum.
geistigen Beeinträchtigung ist Rai- Heike Gudde

